Emotionale und soziale Entwicklung
Der Förderschwerpunkt "emotional-soziale Entwicklung" beschreibt Kinder, deren Verhalten von ihrer Umwelt als "unangepasst" wahrgenommen wird.
Man geht davon aus, dass Verhaltensauffälligkeiten über einen längeren Zeitraum (mindestens 6 Monate) in mindestens 2 Lebensbereichen (Familie, Freizeit, Schule...), wovon einer die Schule betrifft, auftreten.
Wir unterscheiden internalisierendes (nach "innen" gerichtetes) , z.B. sozialer Rückzug, Isolation, geringes Selbstwertgefühl ... und externalisierendes (nach "außen" gerichtetes) Verhalten, z.B. verbal und tätliche Aggressionen, regelverletzendes oder oppositionelles Verhalten, geringe Frustrationstoleranz, stark "Ich-durchsetzendes" Verhalten. Es zeigen sich Auffälligkeiten in sozialen Interaktionen (z.B. Gruppen- oder Teamfähigkeit), mitunter in der Erlebnis- und Wahrnehmungsfähigkeit u.v.m.
Die Ursachen für diese Auffälligkeiten sind vielfältig und bedürfen einer intensiven, vertrauensvollen Diagnostik, bei der eine enge Zusammenarbeit mit dem Elternhaus wichtig und notwendig ist, denn:
"Bevor ein Kind Schwierigkeiten macht, hat es welche." Alfred Adler (österreichischer Arzt und Psychotherapeut)
- Bildungsserver Berlin-Brandenburg: Steckbrief Förderschwerpunkt Emotionale und soziale Entwicklung: Externer Link
- Kultusministerkonferenz: Empfehlungen zur schulischen Bildung, Beratung und Unterstützung von Kindern und Jugendlichen im sonderpädagogischen Schwerpunkt Emotionale und soziale Entwicklung: Externer Link